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What will this day be like

Heute Morgen um zehn kam also der Fahrer, um mich abzuholen, das heißt, wir sind nach unten gegangen und haben meine Koffer, zwei an der Zahl, in das Auto geladen. Ich war mir zuvor nicht sicher, wie ich nun eigentlich abgeholt werde. „Sie schickt ihren Fahrer“, heißt das, sie bestellt mir ein Taxi? Nein, sie schickt mir ihren persönlichen Fahrer. Ich war super müde während der Fahrt und habe etwas gedöst, dann habe ich all meinen Mut zusammengenommen und habe versucht, ihn auf Chinesisch anzusprechen. Das war mir ziemlich peinlich, schließlich ist mein Chinesisch grottenschlecht, aber als ich ankam, war ich sehr froh, das getan zu haben, so war eine Barriere, die in meinem Kopf, schon einmal überwunden. Mein neues Heim liegt in der Mitte von Peking, direkt an der Sanyuanqiao U-Bahn-Station in einer Wohnsiedlung im 18. Stock. Meine Aufgabe ist es, mich um zwei Kinder zu kümmern. Das kleine Mädchen, Longzhu, wird im September drei, der Junge, Qinqin ist vier Jahre alt. Eigentlich haben die beiden ganz andere Namen, warum sie gerade diese Spitznamen haben, ist mir nicht bekannt. Die Familie hat außer mir, als Au-pair, noch ein Kindermädchen, die Mutter arbeitet nicht. In meinem neuen Zuhause angekommen, aßen wir erst einmal zu Mittag. Die Tante war gerade da, das Kindermädchen auch (ich wusste anfangs nicht, wer von beiden wer war), wollte ich mich also erstmal ausruhen? Nein, danke, mein Jetlag war schon weg. Die Tante sei noch über eine Woche da, ich könnte mich also ausruhen. Das war natürlich nicht so gemeint, man besorgt sich doch kein Au-pair, damit dieses dann nur Zeit in seinem Zimmer verbringt. Also, nein danke, ich gehe mit zum Kunstunterricht der Kinder. Beim Kunstunterricht bastelte die Tante Schafe für die Kinder, während alle anderen es selbst taten. Meiner Meinung nach hätte sie den Kunstunterricht doch bitte dem Lehrer überlassen sollen, dieser macht das doch immer. Ich war nicht so gut auf die Tante gestimmt, da ich in einen fertigen Haushalt kam, der bisher ohne mich funktioniert hatte, und in dem ich meinen Platz noch finden musste. Ich fühlte mich, als würde die Tante mir alle Aufgaben wegnehmen und wünschte sie in Jericho, eine Meinung, die ich schnell ändern sollte. Als der Kunstunterricht endete, regnete es so stark, dass wir nicht zum Auto (gefahren vom zweiten persönlichen Fahrer der Familie) gelangen konnten. Schließlich konnten wir uns aber doch einen Regenschirm leihen. Die Tante machte sich mit Longzhu auf dem Arm auf dem Weg zum Auto, ich rannte mit dem Jungen hinterher. Das war natürlich falsch, und die Tante machte ihrem Ärger Luft. Ich entschuldigte mich so oft, schließlich tat es mir so leid, so schnell einen solchen „enormen“ Fehler gemacht zu haben, dass die Tante zuhause eher belustigt von meinem Missgeschick berichtete. An diesem Abend wurden wir von den Großeltern mütterlicherseits besucht. Sie spielten mit dem Jungen, das Mädchen widerstand meinen Versuchen, ihr ein Buch vorzulesen. Als ich ins Bett ging, fragte ich die Mutter, wann ich denn aufstehen sollte. „Ruh dich ruhig aus, bis die Tante weg ist, kannst du um 10 aufstehen“. Ich fragte vorsichtig, wann die Kinder denn frühstücken. „Um acht“. Ich beschloss also, am nächsten Tag halb acht aufzustehen. Mein Zimmer ist sehr groß, der Großteil wird aber von einem riesigen Bett, 10m² groß, eingenommen, für meine Sachen ist also wenig Platz. Meine Koffer stehen auf dem Boden, halb ausgepackt – ich habe die Sachen, die ich nicht so oft brauche, im Koffer gelassen, in meinem Teil des Schrankes ist nicht so viel Platz, außerdem wüsste ich gar nicht, wo ich meinen Koffer hinstellen sollte.
6.8.15 22:00
 


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